Zufriedenheit - Editorial, Ausgabe Nr. 02 / 2013 von Ana Blom, Chefredakteurin

Sehr selten treffe ich Menschen, die mit ihrem Leben, so wie es ist, vollkommen zufrieden sind. Die meisten oder besser gesagt fast alle, mit denen ich gesprochen habe, wünschen sich Veränderungen in ihrem Leben. Sie haben viele offene Wünsche, setzen aber ihre Energie nicht konstruktiv ein in deren Verwirklichung, sondern lassen sie zerfließen in einer Art von Sehnsucht und Träumerei. Das Endergebnis ist eine noch größere Unzufriedenheit als es vor dem Wünschen und Träumen war.Das Ziel eines jeden Menschen ist es ja bekanntlich glücklich zu sein. Ich denke, dass man – glücklich sein – in einem hohen Maße lernen kann. Dazu ist es das Wichtigste, zu lernen im hier-und-jetzt zu leben.Laotse hat gesagt:„Wenn Du depressiv bist, lebst Du in der Vergangenheit.Wenn Du Angst hast, lebst Du in der Zukunft.Wenn Du inneren Frieden erlebst, dann lebst Du in der Gegenwart.“

Versuchen Sie Ihr Leben für einen kurzen Moment aus der Distanz zu betrachten. Werden Sie sich aller Umständen bewusst, aufgrund derer Sie im jetzigen Augenblick sehr zufrieden, sogar glücklich sein könnten. Warum haben Sie alle diese schönen Sachen, die Sie umgeben, fast vergessen? Warum sind Ihre Gedanken irgendwo anders, anstatt dass Sie sich an dem Gegebenen erfreuen? Wie würde Ihr Leben aussehen, wenn Sie das alles, was Ihr Leben jetzt bereichert, nicht hätten? Warum genießen Sie es dann nicht? Oder mögen Sie vielleicht das Gefühl der Sehnsucht mehr als das Gefühl des Zufrieden-Seins?

Egal wie paradox es vielleicht klingen mag, ich habe festgestellt, dass viele Menschen auf eine Art und Weise Ihre Traurigkeit genießen, denn sie möchten sie keinesfalls los werden. Warum das so ist kann ich mir nicht hundertprozentig richtig erklären. Vielleicht waren wir alle irgendwann in der Kindheit einmal mehr im Traurig-Sein als im Glücklich-Sein „geschult“? Vielleicht wurden uns falsche Programme auf die „Festplatte“ (unser Gehirn) eingespielt? Mit großer Sicherheit ist es so etwas in der Richtung gewesen…

Aber, trotzdem, man soll sich nicht als Opfer sehen, denn heutzutage bietet uns die moderne Psychologie -zig Methoden wie wir unser Denken umprogrammieren können. Die reale Welt ist nur das Spiegelbild unserer Gedanken. Trainieren Sie Ihren Geist und werden Sie Herr über Ihre Gedanken. Ja, ich weiß, das ist überhaupt nicht leicht, aber es ist der einzige Weg, der in eine dauerhafte Zufriedenheit und zur inneren Ruhe führt.Und auch diese neue Ausgabe der „Welt der Spiritualität“, die Sie jetzt in den Händen halten, kann Ihnen zweifelsohne einige Stunden (bis Sie es fertig gelesen haben) Freude bereiten…Lassen Sie sich in die „Welt der Spiritualität“ entführen und genießen Sie es einfach…

Ihre Ana Blom, Chefredakteurin der "Welt der Spiritualität"

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